Essen und Trinken in Ungarn

Die ungarische Küche bietet für alle Geschmäcker etwas. Besonders zu empfehlen sind Wild- und Fischgerichte. Jedes gute Restaurant bietet zum Spottpreis Wildschweinbraten, Rehröllchen und Hirschragout an.

Im Balaton lebt eine Zanderart, die hier Fogas (sprich Fogosch) genannt wird. Sein zartes weißes Fleisch ist eine Delikatesse. Er hat kaum Gräten, die wenigen sind so groß, dass man sie sofort bemerkt. Es gibt ihn auf verschiedene Arten zubereitet, am liebsten mag ich ihn in Dill-Creme...

Mehr etwas für Touristen ist die berühmte Fischsuppe. Sie ist sehr scharf und die groben Fischstücke sind nicht jedermanns Sache.

Wenn Sie Gulasch bestellen, seien Sie nicht verwundert, wenn Sie nur Gulaschsuppe bekommen. Zwar kann so ein Kesselgulasch auch sehr sättigend sein, aber ein richtiges Gulasch heißt hierzulande Pörkölt...

Kalorienbewusste haben es hier besonders schwer, denn an jedes Gericht kommt laut ungarischem Kochbuch noch ein extra Löffel saure Sahne!

Wem die Landesküche aber gar nicht nicht mundet, der findet auf jeder Speisekarte auch internationale Gerichte.

Die ungarischen Weine sind nicht zu Unrecht gerühmt. Nicht nur Muskateller und Tokajer kann man sich hier schmecken lassen. Am Nordufer des Balaton bei Badacsonyi, einem vulkanischen Berg, wachsen Rebsorten, die in Deutschland kaum bekannt sind: Blaustengler, Graumönch...

Liebliche und trockene Weine werden hier kredenzt. Am Nordufer gibt es meist vulkanische Böden, aber auch kalkreiche Hügel bei Keszthely. Am Südufer wachsen die Reben meist auf sehr guten Lößböden.

In nächster Nähe des Ferienhauses wachsen auf dem Bokros Hegy köstliche Rotweine (Pinot noir und ein samtweicher Merlot), die man in den Weinkellern auch verköstigen und literweise kaufen kann.

Aber Vorsicht: Es gilt absolutes Alkoholverbot für Autofahrer und Radfahrer!

Größte Vorsicht daher auch bei den berühmten (oder berüchtigten?) ungarischen Schnäpsen und Likörchen!!!

Aus Marillen brennt man hier einen hochprozentigen Trank, an den man sich sehr gewöhnen kann.

Kisüsti-Palinka (hausgebrannter) kann auch schon mal mehr als 70 Umdrehungen haben...

Am Besten kommen Sie gar nicht erst in die Versuchung, selbst zu kochen. Die Preise für Speis und Trank sind immer noch so niedrig, dass selbst kinderreiche Familien getrost ins Gasthaus gehen können. In 2017 gab es in den einfachen Restaurants am Strand von Balatonbereny ein Menu (Vorsuppe, Hauptgericht und ein kleines Dessert) schon für deutlich weniger als 5 Euro.

Für Kinder bieten alle Restaurants Kinderteller etwa zum halben Preis an. Es lohnt also kaum, selbst zu kochen.

Wenn man noch etwas besser speisen will, geht man zum Beispiel in den János Pince oder für ein rustikales Essen in die Búbos-Csárda.

Feinschmecker und Weinkenner kommen hier voll auf ihre Kosten!